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Swisscom

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Die Swisscom ist ein schweizer Telekommunikations-Unternehmen mit über 21.000 Mitarbeitern (Stand 2015) und Sitz bei Bern.

Arbeiten bei Swisscom

Top Management

  • Vorsitzender der Geschäftsleitung: Urs Schaeppi
  • IT, Network & Infrastructure: Heinz Herren
  • Enterprise Customers: Christian Petit
  • Group Business Steering: Mario Rossi
  • Group Human Resources: Hans C. Werner
  • Sales &Services: Marc Werner
  • Product & Marketing: Dirk Wierzbitzki

Strategie und Ziele

Die Strategie Swisscom 2020 soll die Vision "Das Beste in der vernetzten Welt - immer und überall" Wirklichkeit werden lassen (s.a. Leitbild.[1] Als zugrundeliegenden Trends als Treiber der Strategie werden Digitalisierung, das Internet und die Globalisierung gesehen. Ziele sind in den Bereiche Finanzziele (Nettoumsatz, EBITDA, Investitionen), Ökologische Ziele (Energieeffizienz, CO2-Ausstoß und übrige Ziele (Ultrabreitband Wohnungen und Geschäfte, Mobiles Ultrabreitband) gesteckt.

Organisation

Die Organisation der Swisscom umfasst die Geschäftsbereiche Privatkunden, Kleine und mittlere Unternehmen (SME), Grossunternehmen und Swisscom Mobile sowie die vier Konzerngesellschaften Swisscom AG, Swisscom IT Services, Swisscom Beteiligungen und Fastweb.

In der Swisscom gibt es eine Abteilung Information and Knowledge Management[2] und eine Abteilung Training, Learning and Knowledge Management[3]

Wissensmanagement bei Swisscom

Schweizer Forum für Organisationales Lernen und Wissensmanagement (1995)

Mitte 1995 wurde an der Universität Genf das Schweizer Forum für Organisationales Lernen und Wissensmanagement gegründet.[4] Das Forum diente als Austauschplattform für Praktiker, die den besseren Umgang mit der strategischen Ressource Wissen als zentralen Hebel für den Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit ansahen. Das Forum bot themenzentrierte Round Tables an, die von der Geneva Knowledge Group betreut, gestaltet und koordiniert wurden. Definitionen der Geneva Knowledge Group:

  • Definition Wissensmanagement: Wissensmanagement beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Einflußnahme auf die Ressource „Wissen“ in Organisationen. Es befaßt sich mit jenem Teil der Lernprozesse, die als gestaltbar angesehen werden. Damit grenzt es sein Erklärungsinteresse von (den meisten) Konzepten des Organisationalen Lernens ab. Wissensmanagement versucht gezielt in die organisatorische Wissensbasis einzugreifen und entwickelt zu diesem Zwecke Konzepte und Methoden.
  • Definition Organisationale Wissensbasis: Die organisationale Wissensbasis umfaßt sämtliche Wissensbestandteile, über die eine Organisation zur Lösung ihrer vielfältigen Aufgaben verfügt. Daten, Informationen und (stark kontext- oder personengebundenes) Wissen und Fähigkeiten müssen hierbei in ihren Verknüpfungen betrachtet werden. Fähigkeiten können auf unterschiedlichen Emergenzebenen (Individuum, Gruppe, Gesamtorganisation) vorliegen und gestaltet werden.

Zu den Mitgliedern des Forums zählte auch Toni Fässler von der Swisscom (damals noch Telecom PTT).[5] Fässler war von 1994-2001 "Head of Managementtraining". Kai Romhardt, der mit seiner Dissertation das bekannte Modell der Bausteine des Wissensmanagements mitentwickelt hat, dankt Fässler im Vorwort seiner Dissertation für die enge Zusammenarbeit mit der Praxis[6], ohne die die Arbeit nicht möglich gewesen wäre.

Wissensmanagement-Projekt bei Swisscom Network Services (1999-2003)

Tiefgreifende Veränderungen in der Organisation der Swisscom Network Services (NWS) und ein bevorstehender Generationenwechsel in der Technologie (Übergang Analog auf IP) waren der Grund das Wissensmanagement-Projekt zu starten.[7] Durch die Vertikalisierung wurden persönliche Netzwerke zerschlagen, das vorherrschende Selbstverständnis der Swisscom war "Betreiber einer technischen Infrastruktur" und nicht "Knowledge Company". Die Verfügbarkeit von Fachkräften entwickelte sich zum "bottleneck", Swisscom musste attraktiver Arbeitgeber sein.

Die Projektorganisation bestand aus Sponsor, Auftraggeber, Projektleiter, Projektcontrolling und mehreren Teilprojekten.[8] Mit einer Balanced Scorecard mit den Dimensionen Content/Context, Culture, Process und Infrastructure wurde der Fortschritt auf dem Weg zur Wissensmanagement-Vision jährlich gemessen.

Um die Ansprüche des Managements an das Wissensmanagement zumermitteln wurden Interviews geführt. Das Ergebnis:

  1. Wissensmanagement muss eine langfristige strategische Fähigkeitsentwicklung ermöglichen (ausgerichtet auf die strategischen Wissenslücken)
  2. Wissensmanagement muss das Wissen über die neue Prozessorganisation verankern. Dadurch wird die Quality of Service unterstützt und die Eingliederung von neuen Mitarbeitern erleichtert
  3. Wissensmanagement muss den Verlust von Erfahrungswissen bei Personalabbau minimieren
  4. Wissensmanagement muss die Attraktivität von NWS auf dem Arbeitsmarkt verbessern
  5. Wissensmanagement darf keinen grossen Overhead produzieren
  6. Wissensmanagement ist grundsätzlich Sache der Linie
  7. Wissensmanagement muss zu einer langfristigen Kulturentwicklung beitragen

Die Definition von Wissensmanagement im Projekt war: Wissensmanagement umfasst Methoden und Werkzeuge für die Identifikation zur Verfügung Stellung und systematischen Bearbeitung von impliziten und expliziten Fähigkeiten und Erfahrungen in einer Organisation.

Wissensmanagement-Mission: NWS versteht sich als Knowledge Company und ist mit entsprechenden Prozessen, Strukturen und Systemen ausgestattet. NWS fördert und fordert das proaktive Management des Wissenskapitals.

Als Methoden und Tools wurden Computer Based Training, Thesaurus, Knowledge Base, Foren, Yellow Pages, Wissensorientiertes Projektmanagement, Dokumenten Management, Soziale Netzwerk Analyse (Blue Link), Skills Management, KM-Booklet und Communities of Practice eingesetzt.

Die Lessons Learned des Projekts waren:

  1. Themensensibilisierung alleine reicht nicht
  2. Ohne Sponsor und klarem Bekenntnis des Top-Managements geht gar nichts
  3. Der unternehmerische Alltag bestimmt das Überleben
  4. Suchen Sie Verbündete in der Linie
  5. Beginnen Sie klein
  6. KM muss in der Linie gelebt werden (keine grosse Wissensmanagement-Organisation)

Ask the brain (seit 2012)

In einem Pilotprojekte ab Herbst 2012 wurde die Software Starmind bei Swisscom IT Services erprobt.[9] Der Rollout unter dem Namen "Ask the Brain" erfolgte ab Februar 2013.

Wissen, was Swisscom weiss, http://h41112.www4.hp.com/events/agenda-business/HP-Invent15_BD_KN04_14.30_Von-Work-Hard-zu-Work-Smart-Herausforderungen-und-Chancen-der-Hyperdigitalisierung-fr-die-Arbeitswelt.pdf, http://www.weiterbildungsblog.de/wp-content/uploads/2015/09/digitales-lernen-attraktiv-machen_2015.pdf, http://documents.swisscom.com/product/1000174-Internet/Documents/SDA/Arena_B2.pdf, http://www.wima-tage.de/?id=1828, https://www-cdn.starmind.com/files/2014-09-01_g_wirtschaft_und_weiterbildung_title_vom_kollektiv_zum_superhirn.pdf, https://ict.swisscom.ch/2013/10/askthebrain/, http://www.nzz.ch/wirtschaft/starmind-gewinnt-kunde-swisscom-als-partner-1.18523283,

Swisscom im Corporate Learning 2.0 MOOC (2015)

Corporate Learning 2.0 MOOC

Swisscom als Lernendes Unternehmen

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise