SWOT-Diagramm zu Grad der Offenheit von Wiki-Systemen

SWAT(Strength-Weakness-Opportunities-Threats)-Diagramm innerhalb der Skala "alles geschlossen ... alles offen" an dem Pol "alles offen"

  • Im Ansatz "alles geschlossen" hätte jede Abteilung einen eigenen Server mit einer eigenen Wiki-Instanz und einer eigenen Zugangsbeschränkung bzw. User-Verwaltung
  • Im Ansatz "alles offen" hätte ein ganzes Unternehmen ein übergreifendes Wiki-System mit einem Rollenkonzept, das einen offenen Beitrag aller Mitarbeiter ermöglicht.

SWOT-Diagramm

Stärken (Strengths)

  • Vermeidung von Redundanzen
  • Minimaler Verwaltungsaufwand
  • bessere Skalierbarkeit
  • "kreatives" und "strukturiertes" Arbeiten möglich

Schwächen (Weaknesses)

  • Leute trauen sich nicht, sensible Daten einzustellen
  • Profilierung als Experte schwierig
  • Qualität nicht sicherstellbar, es könnte auch Schwachsinn drin stehen
  • Bei der Einführung wäre Abgrenzung zur Steigerung der Akzeptanz notwendig

Chancen (Opportunities)

  • Einreissen von Wissensmauern, Verbinden von Wissensinseln
  • Innovation durch unterschiedliche Sichtweisen
  • Chance zum Kulturwandel
  • "Destillat" von darunter liegenden riesigen Content
  • Ermöglichung von übergreifender Kollaboration

Risiken (Threats)

  • Schutz des Wissens nicht möglich
  • Ziellosigkeit: Ausfransen und Abdriften des Wissens

Diskussionen am Rand

  • Verlinkung zwischen Content-System und Wiki? Da ein Wiki sich nicht unbedingt für die Dokumentenverwaltung oder Content-Management eignet, stellte sich uns die Frage, inwieweit ein Verweis in Wiki-Artikeln auf das Content Management System sinnvoll ist. Szenario wäre z.B. auch die file-basierte Projektarbeit in einem Portal-Raum mit einem anschliessenden (oder begleitenden) Transfer der erarbeiteten Wissensobjekte in ein Wiki-System. Dabei würde man allerdings die Dateiinhalte im Content-System oder Portal-Raum abgelegt lassen und nur darauf verweisen.
  • wie tief soll ein Wiki-Artikel gehen? Referenz war hier für uns die aktuelle Entwicklung im Wikipedia: dort findet man typischerweise im oberen Bereich des Artikels eine Zusammenfassung, im unteren Bereich die Weblinks und Literaturhinweise. Teilweise gehen die Artikel dann schon sehr in die Tiefe. Ist das sinnvoll? Im ersten Ansatz wäre ein Wiki zunächst ein Glossar, dann eine Enzyklopädie, und im nächsten Schritt ein umfassendes Kompendium. Einen Lösungsvorschlag haben wir nicht ausgearbeitet, waren uns aber einig, daß eine einheitliche Strukturierung ähnlich den Wikipedia-Artikeln sinnvoll ist.
  • Persistenz-Problem der verbalen Kommunikation. Hauptproblem in der Wissensarbeit ist, daß die verbale Kommunikation als wichtiger (wichtigster!) Bestandteil des Wissensaustausches nicht persistent ist, d.h. jedes gesprochene Wort über den Kaffee-Tisch, das Telefon oder in der Sitzung für Aussenstehende nicht greifbar oder nachvollziehbar ist. Ansatz ist hier: nach Möglichkeit die Technik nutzen und sofort in einem System das Kommunizierte festhalten - ähnlich der Dokumentation unseres Knowledge-Jams. Die Methoden Wiki und Weblog (z.B. im Zusammenspiel mit einem Offline-Weblog-Client) eignen sich hierfür gut.
  • Zusammenspiel der Systeme und dabei: Rolle des Wiki? In einer Landschaft von vielen IT-Tools ist die Festlegung der Rolle jedes einzelnen Tools enorm wichtig. Wie grenze ich den Wiki zwischen Diskussions-Forum (z.B. im Portal) und Content-Management-System oder Dokumenten-Management-System ab? Es gibt aus unserer Sicht keine Lösung, wichtig ist allein die Rolle des Wikis vor Inbetriebnahme zu definieren und immer wieder einem Review zu unterziehen
  • Synergie-Effekte durch Wolken
  • Ein Wiki vs. Mehrere Wikis

Weblinks