Twitter 101 für EinsteigerInnen

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Twitter ist ein soziales Netzwerk, mit dem man Menschen, Themen und Nachrichten folgen kann. Nutzer können kurze Texte, sog. Tweets, von max. 140 Zeichen Länge einstellen. Der überwiegende Teil der Inhalte auf Twitter ist für alle Nutzer offen. Die Startseite von Twitter zeigt nach der Anmeldung einen sog. Aktivitätenstrom, in dem die neuesten Tweets aus dem eigenen Netzwerk angezeigt werden. Die Nutzung erfolgt wie bei Facebook auch meist über mobile Apps. Anders als beim "Freunde werden" auf Facebook kann die Vernetzung auf Twitter (folgen) auch einseitig, d.h. ohne Bestätigung durch den "Verfolgten" geschehen. Twitter wird zwar häufig zum Verbreiten von Botschaften genutzt, kann aber auch -quasi als persönliche Tageszeitung- nur lesend verwendet werden.

10 gute Gründe zu twittern

  1. Anderen Personen und Organisationen folgen, um in den eigenen Themengebieten auf dem Laufenden zu bleiben und Trends frühzeitig zu erkennen (z.B. Veranstaltungen aus der Ferne folgen).
  2. Das eigene Netzwerk pflegen und erweitern.
  3. Die eigene Reputation aufbauen.
  4. Schnell antworten auf eigene Fragen erhalten.
  5. Das eigene Querdenken durch andere Gedanken und Ideen anregen.
  6. Interessante Inhalte können sehr einfach mit dem Netzwerk geteilt werden.
  7. Komplexitätsreduktion des Informationsfluss durch Filterung durch anderer Personen.
  8. Von anderen lernen (70:20:10).
  9. Nachrichten und Botschaften können einfach im Netzwerk verbreitet werden.
  10. Man kann sich die Netzwerke anderer zunutze machen (z.B. durch Retweets).

Kernfunktionen von Twitter

Twitter-App auf dem iPhone
  • Länge: Tweets können maximal eine Länge von 140 Zeichen haben.
  • Links: Links in Tweets werden automatisch klickbar dargestellt. Bei vielen Bilder- und Videodiensten werden die Medien direkt im Aktivitätenstrom angezeigt.
  • @mention: über das @-Symbol in Verbindung mit einem Twitter-Namen können andere Nutzer in Tweets erwähnt (en.: to mention) werden. Diese werden über die Erwähnung benachrichtigt.
  • Hashtag: mit dem Gartenzaun-Symbol # (en.: hash) in Verbindung mit einem Wort können in Tweets Schlagworte vergeben werden. Klickt man auf einen Hashtag, zeigt Twitter alle Tweets mit diesem Hashtag an.
  • Retweet: über sog. Retweets können Tweets anderer Nutzer "weitererzählt" werden. Der Autor des ursprünglichen Tweets wird über den Retweet benachrichtigt.
  • Tweet zitieren: funktioniert wie ein Retweet, nur dass der ursprüngliche Tweet noch mit einem Kommentar versehen werden kann.
  • Favorit: Tweets können favorisiert werden. Der Autor des Tweets erhält eine Benachrichtigung.
  • Private Nachricht: Nutzer können sich gegenseitig private Nachrichten schicken. Voraussetzung ist, dass der Adressat einem bereits folgt.
  • Listen: Unter Account > Lists können Listen von Twitter-Nutzern angelegt werden. Listen können z.B. verwendet werden, um Twitterer thematisch zu bündeln. Neben einzelnen Nutzern kann man auch ganzen Listen folgen und dadurch den zentralen Aktivitätenstrom schlank halten.
  • Trends: Twitter zeigt die Top 10 der am häufigsten verwendeten Begriffe und Hashtags an (in der Webversion in der linken Seitenleiste; in der App wenn man auf Suche klickt).

Twitter als Lernwerkzeug

Seit vielen Jahren belegt Twitter den ersten Platz in der Liste der Top 100 Tools for Learning von Jane Hart.

Anleitung: Erste Schritte auf Twitter

  1. Legen Sie sich ein kostenloses Twitter-Konto an. Hierbei können Name, Foto, Link (z.B. zu eigenem Blog), Telefonnummer, Standort und Kuzbeschreibung (Bio) eingetragen werden. Man kann wählen, ob man in der Suche über Name und/oder Email auffindbar sein möchte. Wer sich auf Twitter erstmal "verstecken" möchte, kann die Tweet privacy aktivieren.
  2. Wenn Sie eine App oder Tweetdeck verwenden möchten, richten Sie diese ein.
  3. Finden Sie Bekannte oder Fachleute mit ähnlichen Fachgebieten und folgen Sie diesen (Fragestellungen: wer schreibt Bücher, Artikel und Blogs zum Thema? Wer präsentiert auf Konferenzen? Wer kommt in Zeitschriften und anderen Medien als Experte zu Wort? Wer wirf über den Follow Friday #ff von anderen empfohlen?).
  4. Reservieren Sie sich Zeiten, zu denen Sie Ihren Aktivitätenstrom lesen (Achtung: auf Twitter kann man sich schnell verlieren).
  5. Prüfen Sie regelmäßig, welche Personen für Sie keine wertvolen Tweets erstellen. Entfolgen Sie diesen (Filter-Hygiene).

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich Twitter nutzen?

Twitter lässt sich im Browser oder mit mobilen Apps nutzen. Auf dem Rechner kann der Mehrspalten-Client Tweetdeck verwendet werden.

Ich bin ein visueller Mensch, warum ist Twitter so textlastig?

Die Inhalte vieler Dienste werden bei Twitter mittlerweile direkt im Aktivitätenstrom angezeigt. Darüber hinaus gibt es Apps, die auch Links in Tweets grafisch in Form einer Tageszeitung anzeigen (z.B. Flipboard).

Was soll ich auf Twitter posten?

Man muss auf Twitter überhaupt nicht posten. Viele nutzen Twitter "nur" als Informationsmedium und folgen dazu anderen.

Wo finde ich meine gespeicherten Favoriten?

Unter Account > Favoriten. Die Verwaltung dieser Favoriten ist allerdings nicht sehr nutzerfreundlich. Über Teilen über ... kann man seine Twitter-Favoriten auch in Später-Lesen-Dienste (z.B. Pocket) speichern.

Kann ich Tweets auch an Nicht-Twitter-NutzerInnen weiterleiten?

Ja, mit Teilen über ... kann man Tweets auch per E-Mail weiterleiten.

Welche Anwendungen und Apps kann ich in Kombination mit Twitter nutzen?

blab.im (Video-Chat), Buffer (zeitgesteuerte Tweets), Flipboard (persönliche Zeitung), Google Spreadsheet (Tweet-Archivierung), Hootsuite (Social Media Dashboard), IFTTT (Automatisierung), Periscope (Video-Stream), Pocket (Später Lesen), Tweetdeck (Multi-Column-Client), Wordpress (Autotweet über Jetpack).

Siehe auch

Weblinks