Soziale Netzwerke 2013

Kaum ein anderes Medium hat sich so schnell verbreitet wie soziale Netzwerke. Mittlerweile sind vier von fünf (78 Prozent) Internetnutzern in Deutschland in einem sozialen Netzwerk angemeldet und 67 Prozent nutzen diese auch aktiv. Bei den 14-29-Jährigen sind sogar 90 Prozent in einem oder mehreren Netzwerken aktiv. Für Millionen von Menschen gehört die Nutzung von Facebook, Twitter oder Xing also zum Alltag. Gleichzeitig ist sehr viel Dynamik in diesem Markt: Neue Netzwerke entstehen, andere verschwinden, die Anbieter entwickeln neue Funktionen und auch die Nutzung der Plattformen verändert und differenziert sich.

Über die Verbreitung der Netzwerke hinaus behandelt die Studie Fragen zur Nutzungsdauer, zur Verbreitung der verschiedenen Plattformen und zum Umgang der Nutzer mit Privatsphäre. Gegenüber der vorherigen Auflage vom Herbst 2011 wurde die Studie außerdem um Fragen zur mobilen Nutzung und zu Werbung in Social Networks ergänzt.

Für die Studie Deutschland hat die Bitkom Research GmbH 1.016 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die vollständigen Ergebnisse der dritten, erweiterten Studie Soziale Netzwerke stehen hier zum Download zur Verfügung.[1]

Kernaussagen

  • Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Internetnutzer sind in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet. Zwei Drittel (67 Prozent) sind aktive Nutzer. Das mit Abstand am häufigsten genutzte Netzwerk in Deutschland ist Facebook: 56 Prozent der Internetnutzer geben an, Facebook aktiv zu nutzen (+11 Prozentpunkte im Vergleich zu 2011).
  • Die Generation unter 30 Jahren nutzt die Netzwerke am häufigsten: 89 Prozent der „Digital Natives“ sind täglich in ihren Lieblings-Netzwerken aktiv.
  • Mit Ausnahme von XING und LinkedIn werden soziale Netzwerke in Deutschland überwiegend privat genutzt.
  • Am häufigsten wird innerhalb von sozialen Netzwerken die Funktion Nachrichten verschicken/chatten verwendet, sowohl stationär als auch mobil.
  • Die Motivation zur Nutzung sozialer Netzwerke ist in erster Linie auf die Vernetzung mit Freunden ausgerichtet: 73 Prozent der befragten Netzwerker geben an, sich mit Hilfe der Communities mit Freunden auszutauschen bzw. in Kontakt zu bleiben.
  • Hauptgründe für die Nicht-Nutzung von sozialen Netzwerken sind, dass die Befragten keinen Sinn oder Nutzen in der Verwendung für sich sehen darin sehen (74 Prozent) bzw. keine persönlichen Informationen preisgeben möchten (56 Prozent).
  • Die Nutzung von sozialen Netzwerken hat ihren Höhepunkt in Deutschland erreicht. Lediglich acht Prozent der Nicht-Nutzer geben an, dass es zumindest teilweise interessant wäre in Zukunft ein soziales Netzwerk zu nutzen. Nur rund vier Prozent der Nicht-Nutzer von sozialen Netzwerken können sich vorstellen sich innerhalb der nächsten 12 Monate bei einem sozialen Netzwerk anzumelden.
  • Datensicherheit, Datenschutz, umfangreiche Privatsphäre-Einstellungen sowie Benutzerfreundlichkeit sind die wichtigsten Auswahlkriterien für ein soziales Netzwerk.
  • Aus Nutzersicht sind die wichtigsten Privatsphäre-Einstellungen das unkomplizierte Löschen von privaten Daten sowie die Sichtbarkeit der Daten für bestimmte Personengruppen festlegen zu können.
  • Insgesamt haben sich 82 Prozent der Netzwerker schon einmal mit den Privatsphäre-Einstellungen auseinandergesetzt – jüngere Netzwerker deutlich häufiger als ältere Social Media Nutzer.
  • Dennoch spielen Datensicherheit und Datenschutz bei älteren Netzwerkern eine wichtigere Rolle als bei jüngeren Netzwerkern.
  • Die meisten Befragten erwarten von Anbietern Sozialer Netzwerke einen besseren Datenschutz sowie transparentere Datenverarbeitung.
  • Jüngere Befragte sehen die Überlassung persönlicher Daten eher durch den Gegenwert Sozialer Netzwerke gerechtfertigt als ältere Befragte.

Einzelnachweise

  1. Bitkom: Soziale Netzwerke 2013. 2013. URL: http://www.bitkom.org/files/documents/SozialeNetzwerke_2013.pdf.

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