Organisation

Definitionen

  • Kurz und bündig: Planung und Durchführung eines Vorhabens, funktionsgemäßer Aufbau, planmäßige Gestaltung, Regelung.

Merkmale

Ein sich aus Individuen bzw. Gruppen zusammengesetztes soziales Gebilde, das dauerhaft spezifische Ziele verfolgt und ein formales Regelwerk aufweist, mit deren Hilfe die Aktivitäten der Mitglieder auf das verfolgte Ziel ausgerichtet werden sollen. Die Organisation weist eine bestimmte Struktur auf, die durch geregelte Arbeitsteilung und einer Hierarchie von Verantwortung gekennzeichnet ist. Es herrscht eine Zweck- bzw. Zielorientierung mit beständigen Grenzen/Mitgliedschaft. Häufiges Merkmal ist auch die des Ressourcenpools, also die Summe der verschiedenen Mitgliedschaften: Individuen stellen einen Teil ihrer Ressourcen unter eine zentrale Disposition außerhalb ihrer selbst (z.B. Geld, Arbeitskraft oder Rechte) (aus S. Laske,C. Meister-Scheytt,W. Küpers: Organisation und Führung).

Weitere Definitionen

  • In der betriebswirtschaftlichen Organisationslehre wird Organisation als ein dauerhaftes arbeitsteiliges System verstanden, in dem die personalen (menschlichen) oder sachlichen (maschinellen) Aufgabenträger als Systemelemente zur Erfüllung der Unternehmensaufgabe (Produktion von Sachgütern oder Angebot von Dienstleistungen) und zur Erreichung des Unternehmungszieles (z. B. Gewinnmaximierung) untereinander verbunden sind. Die formale Zuordnung von Aufgaben, Personen und Sachmitteln stellt das Beziehungsgefüge oder die Aufbauorganisation dar, durch die die Verteilungs-, Kommunikations- und Leitungsprobleme gelöst werden sollen. Die raum-zeitliche Zuordnung der Systemelemente heißt Ablauforganisation und verlangt eine Arbeitsgang- oder Prozessstrukturierung.
  • Uwe Wilkesmann definiert Organisationen in seinem Artikel zu Lernender Organisation wie folgt: Es sind Interaktions- und Austauschnetzwerke mit zwei Ebenen: eine Handlungsebene oder auch Spielebene, in der Datenaustausch und Lernen sowie die alltägliche Routine stattfindet. Außerdem noch eine Strukturebene oder die Ebene der Spielregeln, in der Kontexte, ergo der Handlungsraum festgelegt wird. Zwischen beiden Ebenen existieren Wechselwirkungen (ungeplant oder institutionalisiert).
  • Organisatorischer Wandel: Die Umwelt ändert sich und das nötigt Organisationen, ihre Strukturen anzupassen (bedingt z.B. durch Technologiewandel, andere Kundenbedürfnisse, Wirtschaftlichkeit etc.).
  • Prozessorganisation oder Reengineering: Konzept zur Reduzierung der Arbeitsteilung. Weniger Schnittstellen aber auch mehr Kompetenzen, Selbstverantwortung und -koordination

Siehe auch

Literatur

  • Alfred Kieser und Peter Walgenbach: Organisation. 4. Auflage, Stuttgart: Schäffer-Poeschel-Verlag, 2003.