LernOS Convention 2023

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Die lernOS Convention 2023 (#loscon22) fand vom 11.-12. Juli 2023 auf der Kaiserburg Nürnberg und Online eingebettet in das Nürnberger Digital Festival statt. Die loscon ist für Menschen, die das Lernen und den Umgang mit Wissen in Organisationen verbessern wollen und dafür lernOS verwenden oder sich dafür interessieren.

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Save the Date: die lernOS Convention 2024 wird am 2./3. Juli auf der Kaiserburg Nürnberg und Online stattfinden.

Programm

Die lernOS Convention ist ein Multi-Format-Event mit verschiedenen Formaten (Programm). Der Ablauf und das Programm wurde in der Vorab-Konferenz am 04.07.2023 erklärt.

Eröffnung

Die Eröffnung wurde dieses Jahr von Christian Kaiser (DATEV) und Nadine Schäffer moderiert. Sie erklären den durchaus komplexen Ablauf der Veranstaltung mit ihren multiblen Formaten. (Aufzeichnung Deutsch)

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Impulsvorträge

Impulsvortrag 1: Crafting Learning Environments mit lernOS mit Simon Dückert: Simon zeigt in seinem Impuls, welche Bausteine für Lernumgebungen Organisationen in modernen Intranets (z.B. Microsoft 365, Nextcloud) bereitstellen können. Anhand der neuen Version des lernOS Canvas für Individuen und Organisationen erhaltet ihr eine einfach Vorgehensweise, wie ihr für Euch oder Euer Team die ideale Lernumgebung "craften" könnt. (Aufzeichnung Deutsch, Englisch)

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Impulsvortrag 2: Einfluss von Lernumgebungen auf unser Mindset mit Dr. Ruben Weiser (Continental): Ruben nimmt uns mit auf die Reise zu unserem innersten Kern: unseren Genen und unserer DNA. In seinem Beitrag wird er im Kontext der Natur-Anlage-Debatte anschaulich herleiten, warum Lernumgebungen unser Lernverhalten und unsere Lernerfahrungen über die Genexpression positiv beeinflussen können. (Aufzeichnung Deutsch, Englisch)

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Impulsvortrag 3: Communities als Lernumgebung mit Tanja Laub: Communities heißt übersetzt erstmal nur "Gemeinschaft". Doch schon mit der Definition einer Community of Practice (CoP) nach Etienne Wenger wird klar, dass Communities auch Lerngemeinschaften sind und damit den Lernenden eine soziale Lernumgebung (Learning Environment) bieten. Tanja stellt in dem Impuls die Idee der Community als Lernumgebung vor und baut die Brücken zum lernOS Community Management Leitfaden. (Aufzeichnung Deutsch, Englisch)

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Lightning Talks

Lightning Talks sind 5-minütige Kurzvorträge, die mit oder ohne Folien gehalten werden können (Aufzeichnung Deutsch, Englisch).

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  1. 00:40: Simon Dückert - How to Lightning Talk
  2. 03:28: Carlo Spellucci - LEGO SERIOUS PLAY – the path to harvest human potential
  3. 09:30: Tobias Grewe - Mit lernOS Sketchnoting zum Global Storyteller
  4. 15:00: Franka Ellen Wittek - Coworking Spaces als Lernumgebung
  5. 20:10: Andreas Trebing, Maris Krobath: Zettelkasten - Was ist das und warum hilft es mir?
  6. 24:49: Anja C. Wagner - Der Women in Tech MOOC als Inspirationsquelle für persönliche Lernumgebungen
  7. 32:26: Alfred Zedelmaier - Haltung lernen - Und was hat das mit den #lernos Leitfäden Achtsamkeit und Diversity and Inclusion zu tun?
  8. 37:07: Thomas Ebinger - Minetest als Lernumgebung – Erfahrungen mit dem Open Source Spiel aus der Praxis
  9. 43:25: Marcel Kirchner, Ruben Weiser, Jürgen Latteyer - Battle Talk: Social Learning etablieren: Bottom up vs. Top down
  10. 48:25: Björn Schiessle - Nextcloud vs. Microsoft 365 als Arbeits- und Lernumgebung
  11. 54:48: Jan Bretschneider - Probleme strukturiert lösen - ein neuer lernOS-Leitfaden
  12. 58:32: Harald Schirmer - Finding starts with Sharing - eine persönliche Reise durch Social Learning
  13. 1:04:13: Guido Brombach - Was sind Personal Learning Environments / Networks (PLE/PLN)?
  14. Amy Edmondson - Creating Psychological Safety at Work in a Knowledge Economy (pre-recorded)

Sessions und Assemblies

Sessionrunde 1:

Sessionrunde 2:

Sessionrunde 3:

Sessionrunde 4:

Ergebnis loscon23 Challenge

Im Rahmen der loscon23 sollten die Teilnehmer:innen in der sog. loscon23 Challenge in Gruppen von 4-6 Personen mit Lego, in Minetest oder mit Papier ein Modell zu folgender Fragestellung bauen: "Welcher Bestandteil der Lernumgebung der Zukunft ist Dir/Euch wirklich, wirklich wichtig?" (siehe Blog). In einem an Lego Serious Play angelehnten Prozess (s.a. gkc23 Session dazu) haben wir daraus ein Systemmodell mit den 9 wichtigsten Eigenschaften der persönlichen Wissens- und Lernumgebung erarbeitet und mit der generativen KI Stable Diffusion visualisiert: Loscon23-challenge-systemmodell-720p-mit-eigenschaften.png

  1. Lernen mit anderen: Meine persönliche Lernumgebung ermöglicht mir die Interaktionen und das “Colearning” mit anderen Lernenden. Dies geschieht z.B. in Coworking Spaces, Barcamps, Diskussionsforen oder sozialen Netzwerken.
  2. Zeit und Muße: Meine persönliche Lernumgebung bietet mir ausreichend Zeit, zu lernen, zu reflektieren und mich mit neuen Wissensgebieten auseinanderzusetzen. Ein zeitlicher Rahmen bietet Orientierung (z.B. 15-20% der Zeit wie bei Google oder 3M).
  3. Konkrete Lernziele: In meiner persönlichen Lernumgebung sind klare Lernziele definiert, die mir als “Kompass des Lernens” dienen und meinen Lernfortschritt messen. Die Lernziele bringen mich aus der Komfortzone, aber nicht in die Panikzone.
  4. Vielfältiges Lernnetzwerk: Ein Bestandteil meiner persönlichen Lernumgebung ist ein Netzwerk von vielfältigen Inhalten und Personen mit unterschiedlichen Perspektiven, Fähigkeiten und Hintergründe, um ein ganzheitliches Verständnis des Wissensgebiets zu fördern.
  5. Schlankes Toolset: Meine persönliche Lernumgebung bietet Methoden und Tools zum Suchen, Recherchieren, Explorieren, Strukturieren, Organisieren und Teilen von Informationen und Wissen.
  6. Knowledge Mastery: Meine persönliche Lernumgebung fördert die vertiefte Beherrschung des erlernten Wissens durch Übung, Anwendung und Wiederholung, um sicherzustellen, dass das Gelernte nachhaltig verstanden wird. Im Fokus steht das Lebenslange Lernen mit einem “Growth Mindset”.
  7. Well Being: Meine persönliche Lernumgebung berücksichtigt sowohl mein als auch das Wohlbefinden der Gesellschaft. Sie integriert Strategien zur Stressbewältigung, zur Förderung der mentalen Gesundheit und zur Erhaltung eines ausgewogenen Lebensstils.
  8. Lernen von anderen: Meine persönliche Lernumgebung bietet mir Möglichkeiten andere bei der Anwendung von Wissen zu beobachten und von diesen Vorbildern und deren Erfahrungen zu lernen.
  9. Learning by Doing: Meine persönliche Lernumgebung ermutigt mich, mir neues Wissen durch das praktische Tun anzueignen, statt nur aus Texten, Medien und durch Vorträge zu lernen.

Lessons Learned und Evaluation

Für den Evaluationsbericht haben wir wieder eine Vielzahl von Quellen ausgewertet, um die Erfahrungen zu evaluieren (NPS: 61):

  • Auswertung der Retrospektive des Orga-Teams
  • Auswertung Feedbackformular (N=117)
  • Auswertung Hybrid Experience
  • Auswertung der Umfrage zu den losconCircles (Masterarbeit mit ausführlicher Auswertung folgt noch)

Ausführliche Dokumentation im loscon23 Evaluationsbericht (PDF), Zusammenfassung der wichtigsten Empfehlungen aus dem Bericht:

  1. Hybrides Format
    1. Das hybride Format der loscon beibehalten – dabei auf die Nicht-Hybrid-Fans Acht geben (z.B. Option für Offline-Circles, Teilnahme ohne Endgerät)
    2. Online Moderation als weitere Rolle war absolut wichtig - ist vor Ort alleine nicht leistbar, weil zu viel Ablenkung, dafür könnte die Online-Person u.U. Infodesk Digitalbetreuung mit übernehmen.
    3. Room Buddy Rolle in allen Räumen, die auf Funktion der Technik achtet, den Session Ownern hilft und ggf. in der Session verwendete Technik erklärt und Funktionsweise prüft (vor Sessionbeginn).
  2. Learning Circles
    1. Kleine Lerngruppen wie die losconCircles wieder anbieten – diesen mehr Zeit und Raum geben und den Ansatz besser erklären (Struktur, Ziele, Aufgabenstellungen, Ablauf von Methoden wie beispielsweise Lego Serious Play und diese im Programm mit Zeit verankern). Die Zusammenkunft in den Circles gemäß Programm sollte öfter erfolgen, als nur einmal (80% der Circle der loscon23 haben sich nur 1x getroffen).
    2. Die zufällige Zusammenstellung der Circles beibehalten, da dadurch viele neue Kontakte entstehen und intensiver, persönlicher Austausch gefördert wird.
    3. Den Lerngruppen muss mehr Zeit gegeben werden, sich zu finden. Außerdem braucht es mehr Hilfestellung, wie ein gutes technisches für die Circle aussehen kann (insbesondere für die Teilnehmer:innen vor Ort; sicherstellen, dass alle auf alle Tools zugreifen und diese benutzen können).
  3. Essen
    1. Fingerfood-Buffet mit externem Catering im Eppeleinsaal beibehalten, Mittagessen unten im Restaurant der Jugendherberge.
  4. Veranstaltungsformat
    1. Impulse, Barcamp-Sessions, Lightning Talks, Assemblies als Grundelemente beibehalten mit Aufteilung Tag 1/2 – aber an Tag 1 (noch) weniger Input (Thematische Engführung beibehalten) und mehr Interaktion; Aufbau am Vortag standardisieren, dadurch 1. Hälfte Tag 1 für Networking nutzbar
    2. Die lernOS Convention als Experimentierfeld und Lernumgebung für eine Vielfalt von Formaten und Tools verstehen
    3. Mehr Wert auf die Gestaltung der (hybriden) Abendveranstaltung legen. Dabei Wetten-Dass-Effekt beachten (Einbindung Familie), die Online-Teilnehmenden sind zu Hause z.B. mit Familie – diese sollte daran teilhaben können.
  5. Veranstaltungsort und -zeit
    1. Kaiserburg als Ort beibehalten, Angebot Satelliten-Lokationen mit Solothurn als Prototyp ausbauen.
  6. Tools und Technik
    1. Die Bandbreite des WLANs für Teilnehmer:innen vor Ort verbessern.
    2. Kombination aus Discord und Teams beibehalten – Übergänge noch besser kommunizieren, Links an vielen Stellen (redundant) verfügbar machen.
    3. Hybrid Meeting Kits mit PCs in den Breakout-Räumen beibehalten, bei statischen Kameras (C930e) bleiben, auf Funktionalität der Würfel-Mikros achten.
    4. Mobile First: die komplette Technik muss auch auf mobilen Endgeräten, wie Smartphones gut nutzbar sein. Ein Whiteboard auf Basis von Conceptboard erfüllt diese Anforderung z.B. nur unzureichend.

Isabel Hartmann hat den Ansatz der losconCircles in ihrer Masterarbeit Bridging the hybridity gap : connecting online and onsite participants through peer learning circles at hybrid events analysiert.

Siehe auch

Weblinks