Benchmarking Digitale Mitarbeiter­ kommunikation 2020: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Studie "Digitale Mitarbeiterkommunikation 2020"''' beleuchtet Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für das Content-Management in der Internen Kommunikation. Mit über 370 Teilnehmer/-innen handelt es sich dabei um die bislang größte empirische Untersuchung in diesem Themenfeld im deutschsprachigen Raum. Dementsprechend stieß sie im Berufsfeld auf sehr große Resonanz: Über 680 Teilnehmer/-innen waren dabei, als die Ergebnisse von Ansgar Zerfaß im April 2020 erstmals auf der VOICES-Konferenz für Interne Kommunikation und Employee Experience vorgestellt wurden. Di Ergebnisse wunde Bauch bei kommunikatisonwissenschaftlichen Tagungen zur Diskussion gestellt. Der Ergebnisbericht beleuchtet zentrale Befunde der Studie und zeigt darüber hinaus fünf Exzellenzfaktoren, die herausragende interne Kommunikation von durchschnittlicher unterscheiden. Die Studie wurde von einem studentischen Forschungsteam bestehend aus Kat-rin Baab, Lisa Burgstedt, Lea Sophie Klein, Natalie Klein, Julia Kloss und Maike Matzen unter der Leitung von Ansgar Zerfaß und Jens Hagelstein durchgeführt. Der Praxispartner Staffbase aus Chemnitz hat die Studie unterstützt. Der vollständige Ergebnisbericht ist online verfügbar.<ref>URL: https://fob.uni-leipzig.de/public/details/forschungsprojekt/6129</ref>
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== Kernaussagen ==
 
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# Die größten Herausforderungen für die digitale Mitarbeiterkommunikation sind die Erreichbarkeit der gesam- 2 ten Mitarbeiterschaft und ihr unterschiedliches Nutzungsverhalten. Zudem werden in vielen Organisationen fehlende Ressourcen für die interne Kommunikation beklagt.
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# Die von Kommunikatoren präferierten Themen weichen oft stark von dem ab, was bei den Mitarbeitern beliebt ist. Die größten Lücken gibt es bei Inhalten rund um die Beschäftigten selbst, Regionen und Standorte, die Branche und bei gesellschaftspolitischen Themen.
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# Die Quellen für die Themenfindung haben einen positiven Einfluss auf die Beliebtheit der Themen bei der Mitarbeiterschaft und auf den Erfolg der digitalen Mitarbeiterkommunikation insgesamt. Potenzial als Ideengeber haben insbesondere Führungskräfte und Mitarbeiter anderer Abteilungen.
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# Die Content-Erstellung durch nicht-professionelle Kommunikatoren ist bereits weit verbreitet. Das aktiviert andere Organisationsmitglieder, steigert die Authentizität und erhöht die Interaktion mit Inhalten. Kommunikatoren müssen sich allerdings auch auf Herausforderungen wie enttäuschte Autoren, aufwändige Moderationsprozesse und Qualitätsverluste des Contents einstellen.
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# Der Einsatz moderner Plattformen wie Social Intranets, Mitarbeiter-Apps und Digital Signage hat einen signifikant positiven Einfluss auf den Erfolg der digitalen Mitarbeiterkommunikation. Die reichweitenstärksten Kanäle sind in den meisten Organisationen aber immer noch E-Mails und E-Mail-Verteiler.
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# Die Evaluation digitaler Mitarbeiterkommunikation wird in den meisten Organisationen stiefmütterlich behandelt, obwohl digitale Plattformen dafür geradezu prädestiniert sind. Zu viele Kommunikationsverantwortliche vertrauen auf Intuition und Erfahrung und vergeben die Chance, das Content- Management kontinuierlich zu optimieren.
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# Exzellente Organisationen sind insgesamt mutiger im Umgang mit digitalem Content und kristallisieren sich als Vorreiter bei der Nutzung moderner Kanäle, insbesondere von Mitarbeiter-Apps, heraus. Sie stellen zudem mehr Personalressourcen für digitalen Content bereit, setzen stärker auf bei Mitarbeitern beliebte Themen, nutzen öfter besondere Gestaltungsformen (Videos, Visualisierung, Storytelling) und evaluieren professioneller und vielschichtiger.
  
 
== Weblinks ==
 
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* [https://insights.staffbase.com/hubfs/Benchmarking%20Digitale%20Mitarbeiterkommunikation%20(Uni%20Leipzig)/Studienbericht_Benchmarking_Digitale_Mitarbeiterkommunikation_2020.pdf?hsLang=en Download Studie]
  
 
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==

Version vom 4. September 2021, 07:06 Uhr

Die Studie "Digitale Mitarbeiterkommunikation 2020" beleuchtet Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für das Content-Management in der Internen Kommunikation. Mit über 370 Teilnehmer/-innen handelt es sich dabei um die bislang größte empirische Untersuchung in diesem Themenfeld im deutschsprachigen Raum. Dementsprechend stieß sie im Berufsfeld auf sehr große Resonanz: Über 680 Teilnehmer/-innen waren dabei, als die Ergebnisse von Ansgar Zerfaß im April 2020 erstmals auf der VOICES-Konferenz für Interne Kommunikation und Employee Experience vorgestellt wurden. Di Ergebnisse wunde Bauch bei kommunikatisonwissenschaftlichen Tagungen zur Diskussion gestellt. Der Ergebnisbericht beleuchtet zentrale Befunde der Studie und zeigt darüber hinaus fünf Exzellenzfaktoren, die herausragende interne Kommunikation von durchschnittlicher unterscheiden. Die Studie wurde von einem studentischen Forschungsteam bestehend aus Kat-rin Baab, Lisa Burgstedt, Lea Sophie Klein, Natalie Klein, Julia Kloss und Maike Matzen unter der Leitung von Ansgar Zerfaß und Jens Hagelstein durchgeführt. Der Praxispartner Staffbase aus Chemnitz hat die Studie unterstützt. Der vollständige Ergebnisbericht ist online verfügbar.[1]

Kernaussagen

  1. Die größten Herausforderungen für die digitale Mitarbeiterkommunikation sind die Erreichbarkeit der gesam- 2 ten Mitarbeiterschaft und ihr unterschiedliches Nutzungsverhalten. Zudem werden in vielen Organisationen fehlende Ressourcen für die interne Kommunikation beklagt.
  2. Die von Kommunikatoren präferierten Themen weichen oft stark von dem ab, was bei den Mitarbeitern beliebt ist. Die größten Lücken gibt es bei Inhalten rund um die Beschäftigten selbst, Regionen und Standorte, die Branche und bei gesellschaftspolitischen Themen.
  3. Die Quellen für die Themenfindung haben einen positiven Einfluss auf die Beliebtheit der Themen bei der Mitarbeiterschaft und auf den Erfolg der digitalen Mitarbeiterkommunikation insgesamt. Potenzial als Ideengeber haben insbesondere Führungskräfte und Mitarbeiter anderer Abteilungen.
  4. Die Content-Erstellung durch nicht-professionelle Kommunikatoren ist bereits weit verbreitet. Das aktiviert andere Organisationsmitglieder, steigert die Authentizität und erhöht die Interaktion mit Inhalten. Kommunikatoren müssen sich allerdings auch auf Herausforderungen wie enttäuschte Autoren, aufwändige Moderationsprozesse und Qualitätsverluste des Contents einstellen.
  5. Der Einsatz moderner Plattformen wie Social Intranets, Mitarbeiter-Apps und Digital Signage hat einen signifikant positiven Einfluss auf den Erfolg der digitalen Mitarbeiterkommunikation. Die reichweitenstärksten Kanäle sind in den meisten Organisationen aber immer noch E-Mails und E-Mail-Verteiler.
  6. Die Evaluation digitaler Mitarbeiterkommunikation wird in den meisten Organisationen stiefmütterlich behandelt, obwohl digitale Plattformen dafür geradezu prädestiniert sind. Zu viele Kommunikationsverantwortliche vertrauen auf Intuition und Erfahrung und vergeben die Chance, das Content- Management kontinuierlich zu optimieren.
  7. Exzellente Organisationen sind insgesamt mutiger im Umgang mit digitalem Content und kristallisieren sich als Vorreiter bei der Nutzung moderner Kanäle, insbesondere von Mitarbeiter-Apps, heraus. Sie stellen zudem mehr Personalressourcen für digitalen Content bereit, setzen stärker auf bei Mitarbeitern beliebte Themen, nutzen öfter besondere Gestaltungsformen (Videos, Visualisierung, Storytelling) und evaluieren professioneller und vielschichtiger.

Weblinks

Einzelnachweise